Der Andere Weg

Meine Freundschaft mit dem in Philadelphia lebenden Komponisten Robert Moran brachte mich auf eine ganz besondere Idee. Ich wollte meine Frau zu ihrem Geburtstag mit der Aufführung einer eigenen Komposition überraschen. Bob stand diesem Gedanken offen gegenüber und unterstütze mich auch bei der Umsetzung. Münchener Freunde von ihm waren bereit, die Komposition zu einem wahren Freundschaftspreis erklingen zu lassen.

Der Text, den ich für die Vertonung ausgesucht hatte, stammt aus dem Philippus Evangelium: Das Licht und die Finsternis, das Leben und der Tod, rechts und links sind einander Brüder. Sie sind untrennbar. Deswegen sind weder die Guten gut noch die Schlechten schlecht, noch ist das Leben ein Leben noch der Tod ein Tod. Deswegen wird sich jeder einzelne auflösen in seinen Ursprung von Anfang an. Die aber erhaben sind über die Welt, sind unauflöslich, sind ewig.

Wesentlich schwerer fiel es mir, einen Titel für das Werk zu finden. „At the edge to nowhere“ gefiel Robert zwar ausgezeichnet, allerdings musste auch ich einräumen, dass er keinen rechten Bezug zum Text hat. Nach einigen Wochen Brainstorming entschieden wir uns schließlich für „Der Andere Weg“.