Ganz nah an der Perfektion

Der Schlüssel zum Glück
Der Schlüssel zum Glück

Dass das Grandhotel Hessischer Hof als einziges privat geführtes Fünf-Sterne-Hotel Frankfurts eine besondere Institution ist, möchte ich an dieser Stelle von einem ungewöhnlichen Blickwinkel aus betrachten. Den vielen begeisterten Blogeinträgen anderer Besucher pflichte ich grundsätzlich bei, aber welchen Mehrwert sollte es bringen, wenn ich ähnliche Eindrücke mit meinen eigenen Worten beschreibe? Stattdessen verweise ich an dieser Stelle auf zwei Beiträge anderer Blogger:

http://livia-auer.com/meridian-spa-grandhotel-hessischer-hof

http://blog-wunder.land/hotel-review-grand-hotel-hessischer-hof/

Auch ich liebe es, zu besonderen Gelegenheiten gemeinsam mit meiner Frau das ausgiebige Frühstücksbüffet im Restaurant Sèvres zu genießen und bin immer wieder gerne mit Freunden, Familie oder Kollegen in der legendären Jimmy’s Bar. Auch eine Kulturführung durch die Geschichte des Hauses mit seinen unzähligen Kunstgegenständen, die locker für die Ausstattung eines mittelgroßen Museums ausreichen würden, habe ich bereits miterleben dürfen.

In der Lobbybar fühlt sich der Gast wie in einem opulent ausgestatteten Wohnzimmer
In der Lobbybar fühlt sich der Gast wie in einem opulent ausgestatteten Wohnzimmer

Obwohl ich eine Schlafgelegenheit in unmittelbarer Nähe des Hotels habe, habe ich eines Tages ein äußerst günstiges Zimmerangebot über einen Internetanbieter entdeckt, so dass ich nicht widerstehen konnte. So habe ich mich ein ganzes Wochenende in diesem Haus aufhalten dürfen. Als anspruchsvoller Gast habe ich bei dieser Gelegenheit die eine oder andere Kleinigkeit entdeckt, die mir persönlich optimierbar erschien. Nichts davon würde ich als Makel bezeichnen, jedoch habe ich an ein besonderes Haus auch besondere Ansprüche. C’est la vie.

Ich nahm mir nach dem Aufenthalt eine halbe Stunde Zeit um dem Generaldirektor des Hauses meine Eindrücke schriftlich zu schildern. Bei Antworten anderer Hoteldirektionen habe ich oft den Eindruck gewonnen, dass man mir durchaus ein gewisses Feedback zukommen lassen wollte, aber doch nicht so wirkliches Interesse an mir als Gast hatte.

Umso begeisterter war ich von dem Anruf von Herrn Eduard Singer, der sich einerseits die Mühe gemacht hatte, meine Handynummer herauszufinden (ist nicht schwer, aber man muss sich halt bemühen…), und andererseits sehr interessiert an meinen Erfahrungen gewesen ist. Kurz darauf erhielt ich noch ein sehr freundliches und persönlich gehaltenes Schreiben.

In den Sommermonaten heißt es bei gutem Wetter immer mittwochs: Jimmy's meets Rooftop
In den Sommermonaten heißt es bei gutem Wetter immer mittwochs: Jimmy’s goes Rooftop

Beim meinem nächsten Besuch im Grandhotel Hessischer Hof haben wir uns sehr nett mit Herrn Singer unterhalten und meine Frau und ich wurden zusätzlich zum ohnehin hohen Service des Hauses mit einigen weiteren Aufmerksamkeiten bedacht. Spannend war es auch, den Generaldirektor zu beobachten, wie er quasi überall im Haus persönlich nach dem Rechten sieht. Er scheint die Fähigkeit zu haben, überall gleichzeitig sein zu können. Bei so viel Liebe zum Beruf und zu den Hotelgästen kann man kaum glauben, dass er noch Zeit für ein Privatleben findet.

Wahrscheinlich wäre ein Haus, in dem wirklich Alles immer perfekt läuft, steril und langweilig. Darüber hinaus ist es sowieso unmöglich, den Vorlieben aller Gäste gleichermaßen gerecht zu werden. Im Hessischen Hof nehme ich das Streben nach Perfektion und die herzliche Atmosphäre immer wieder äußerst positiv wahr.

Vielen Dank für die Gastfreundschaft!